Engineering Challenge 5 (EC5) - Durchgängiges Variantenmanagement und Wiederverwendung

Die Arbeiten in der Engineering Challenge 5 "Durchgängiges Variantenmanagement und Wiederverwendung" haben die folgenden Ziele im Fokus:

  • Beherrschung der Variantenkomplexität im Entwicklungsprozess eingebetteter Systeme.
  • Durchgängiges Variantenmanagement über alle Engineering-Phasen und -Artefakte, so dass ein gemeinsames Variantenmanagement für alle im Entwicklungsprozess relevanten Dokumente verfügbar ist
  • Gewährleistung der Kostentransparenz und -effizienz.
  • Dazu wurde in der EC5 zunächst eine Ontologie entwickelt, welche die Variabilität in eingebetteten Systemen abbildet. Dias ontologische Metamodel wurde als Perspektive in das bereits existierende SPES Modeling Framework integriert.

    Zur Unterstützung des durchgängigen Variantenmanagements wurden Methodenbausteine für artefaktübergreifende Variantenmodelle und Änderungsworkflows sowie ein Konzept für die Wartbarkeit durch Konsistenzprüfungen entwickelt, eine Generische Variantenschnittstelle zur Integration beliebiger Artefakte definiert sowie eine prototypische Implementierung auf Workflow-Engine inklusive entsprechenden Leitfaden realisiert. Details zur Variability Exchange Language findet man hier.

    Weiter wurden Analysebausteine entwickelt, beispielweise um die Konsistenz von Variabilitätsmodellen zwischen den SPES Abstraktionsebenen sicherstellen.

    Im Bereich der systematischen Wiederverwendung wurden sowohl die Identifikation von wiederverwendbaren Elementen als auch die Wiederverwendung von bereits identifizierten Elementen untersucht. Um von einem unsystematischen "Clone and Own" Ansatz (insbesondere im Engineering von automatisierungstechnischen Anlagen) zu einem systematischen Wiederverwendungsansatz überzugehen, sollen potenziell wiederverwendbare Einheiten (Building Blocks) auf Basis der zur Verfügung gestellten Funktionen identifiziert und in diesen variable Anteile definiert werden, die dann entsprechend wiederverwendet werden können. Im Engineering von automatisierungstechnischen Anlagen sollen diese Building Blocks in einem neuen Projekt wiederverwendet, werden. Da sie nun auf Wiederverwendung hin optimiert sind, ist der Aufwand entsprechend geringer. Zusätzlich senken Verifikationsartefakte die Aufwände für Analysen und Tests, und verringern dadurch den Gesamtaufwand für die Zertifizierung.